Wiesbaden kämpft gegen weibliche Genitalverstümmelung
Aktionstag mit Film und Vortrag informiert über Folgen und Hilfsprojekte in Deutschland und Burkina FasoAktionstag gegen weibliche Genitalverstümmelung in Wiesbaden
Am 6. Februar zeigt das Murnau Filmtheater in Wiesbaden den Dokumentarfilm „Grausames Ritual – beschnittene Mädchen suchen Hilfe Deutschland“ und bietet im Anschluss einen Vortrag von Dr. Werner Halfinger zur Safe Mothers Stiftung und einer neuen Geburtsstation in Burkina Faso. Die kostenfreie Veranstaltung fördert Aufklärung, Austausch und Engagement gegen weibliche Genitalverstümmelung (FGM/C).
Umfang und Folgen von FGM/C
Weltweit sind laut UNICEF mindestens 230 Millionen Mädchen und Frauen von FGM/C betroffen, jährlich sind vier Millionen akut gefährdet. In Deutschland leben etwa 123.000 betroffene Frauen und Mädchen, die Zahl steigt stark. FGM/C verursacht schwere körperliche und psychische Schäden und erfordert spezielle medizinische Betreuung.
Lokales Engagement und Hintergrund
Der Wiesbadener Arbeitskreis FGM/C setzt sich für Schutz, Beratung und Vernetzung ein. Die Initiative zum internationalen Aktionstag am 6. Februar stammt aus dem Jahr 2003 und wird seit 2012 von der UN unterstützt. Mit dem Projekt „Centre Oasis“ in Burkina Faso leistet die Safe Mothers Stiftung Hilfe vor Ort.