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Hamburgs CO2-Pläne: Gefahr für Wattenmeer?

Kritik am Ausbau der CCS-Technologie: Umweltverbände warnen vor Risiken für Meeresschutzgebiete und internationalen Abkommen

Der Ausbau der CCS-Technologie bringt Hamburg als größten deutschen Hafen in den Fokus einer kontroversen Debatte um Klima- und Meeresschutz. Der BUND kritisiert, dass geplante CO2-Infrastrukturen die Nordsee industrialisieren und empfindliche Schutzgebiete wie das Wattenmeer gefährden könnten.

Kritik an Infrastruktur und Gesetzgebung

CO2-Terminals und Transport per Tanker würden Hamburg zur Drehscheibe für CO2-Export und -Speicherung im Meeresboden machen. Steuergelder fließen laut BUND eher in fossile Geschäftsmodelle, während Klimaschutzambitionen nur vorgegeben sind.

Risiken für Meeresschutzgebiete

  • CCS-Leitungen und Pipelines könnten auch in Schutzgebieten entstehen, inklusive dem UNESCO-Weltnaturerbe Wattenmeer.
  • Seismische Untersuchungen mit 260 Dezibel Schallimpulsen bedrohen Meerestiere erheblich.
  • CO2-Leckagen können zu Meeresversauerung führen.

Widerspruch zu internationalen Vereinbarungen

Das geplante Gesetz für grenzüberschreitenden und kommerziellen CO2-Transport widerspricht internationalen Umweltabkommen wie der UN-Konvention über biologische Vielfalt. Trotz dieses Moratoriums soll marine Geoengineering-Forschung erlaubt bleiben.

Hintergrund

  • Neues Gesetz erlaubt erstmals kommerziellen grenzüberschreitenden CO2-Transport.
  • 2009 eingeführtes Abkommen diente ursprünglich zur Verlängerung der Kohleverstromung.
  • Genehmigungen für CO2-Deponien sind auch in Schutzgebieten möglich.

Die Debatte um CCS in Hamburg und seine Folgen für den Meeres- und Klimaschutz bleibt angespannt und richtet den Blick auf kommende politische Entscheidungen.

Quellen, Änderungsprotokoll und sonstige Hinweise
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