Sesshafte Wölfin im Raum Bad Hersfeld bestätigt
Genetische Nachweise und Nutztierschaden belegen dauerhafte Präsenz – Bürger werden zur Meldung von Sichtungen und Schäden aufgefordertIm Raum Bad Hersfeld, Friedewald, Ludwigsau und Ringen (Werra) gibt es gesicherte genetische Nachweise einer sesshaften Wölfin, die auch für einen bestätigten Nutzierangriff in Friedewald verantwortlich ist. Das Wolfzentrum Hessen beobachtet die Region intensiv und zählt das Tier als sesshaft, wenn bis März 2026 weitere bestätigte Nachweise vorliegen. Bürgerinnen und Bürger können sich vor Ort informieren und werden gebeten, Sichtungen oder Schäden über offizielle Meldewege wie das Online-Portal des Wolfszentrums zu melden.
Bestätigte Wolfsvorkommen und Monitoring
Vier genetische Nachweise belegen das dauerhafte Vorkommen einer Wölfin in den genannten Kommunen. Das Monitoring umfasst gesicherte Wolfsnachweise (SCALP C1), gemeldete Nutztierschäden sowie übersichtliche Auswertungen zu Wildtierrissen.
Informationen und Kontakt für die Bevölkerung
Informationen erhalten Interessierte im Bad Hersfelder Rathaus und der Tourist-Information. Das Wolfzentrum bittet um Meldungen über das Online-Meldeportal oder telefonisch via Wolfshotline (Mo–Fr, 8–16 Uhr: 0611 32 57 2000). Ehrenamtliche Wolfsberater sind außerhalb der Hotline-Zeiten erreichbar.
Kritischer Umgang mit Informationen
Das Wolfzentrum warnt vor unzuverlässigen Berichten in sozialen Netzwerken und bittet darum, ausschließlich offizielle Kanäle für Wolfsinformationen und -meldungen zu nutzen.
Mitmachen beim Wolfsmonitoring
Jede Meldung von Wolfssichtungen, Spuren oder Rissereignissen unterstützt das Monitoring. Weidetierhalter werden besonders zur Speicherung der Wolfshotline zur schnellen Reaktion ermuntert. Das Wolfzentrum dankt für die engagierte und verantwortungsbewusste Zusammenarbeit.