Bundeswehr-Karrierecenter (KI-generiertes Symbolbild)
Bundeswehr-Karrierecenter (KI-generiertes Symbolbild)
Foto: KI Symbolbild

Bundeswehr: 3.131 Minderjährige traten 2025 an – Debatte über Rekrutierungsalter 18+

Aus einer Antwort des Verteidigungsministeriums auf eine Linke-Anfrage geht hervor: 2025 traten 3.131 17-Jährige mit Einwilligung der Eltern ihren Dienst bei der Bundeswehr an. Linke und Organisationen fordern, das Rekrutierungsalter auf 18 Jahre anzuheben.

Die Bundeswehr hat im Jahr 2025 nach Angaben aus einer Antwort des Bundesverteidigungsministeriums auf eine schriftliche Anfrage der Linken insgesamt 3.131 Minderjährige neu aufgenommen. Es handelte sich um 17-Jährige, die ihren Dienst mit Einwilligung der Eltern antraten.

Zahlen und Einordnung

Demnach waren 2.690 der neu eingestellten Minderjährigen junge Männer und 441 junge Frauen. Die Linke spricht von einem Anteil von rund 12,5 Prozent aller Neueinstellungen und einem Höchststand. Außerdem beendeten laut den Angaben 638 Minderjährige ihr Dienstverhältnis im Laufe des Jahres vorzeitig (Kündigung oder Entlassung).

Politische und gesellschaftliche Reaktionen

Die Linke kritisiert eine aus ihrer Sicht zu intensive Nachwuchswerbung der Bundeswehr – auch an Schulen. Mehrere Organisationen forderten Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) in einem offenen Brief auf, das Rekrutierungsalter auf 18 Jahre anzuheben und Werbung gegenüber Minderjährigen zu beenden.

Was gilt rechtlich?

Ein freiwilliger Dienst in der Bundeswehr ist in Deutschland ab 17 Jahren mit Einverständnis der Eltern zulässig. Für Minderjährige gelten dabei Auflagen und Einschränkungen.


Quellen:

Quellen, Änderungsprotokoll und sonstige Hinweise
Empfehlungen
Werbung:Ende der Werbung.